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Sao Paulo – Erfahrungsbericht
3. September 2014
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12 Millonen Menschen wohnen in Sao Paulo. Wenn man noch den suburbanen Umkreis hinzunimmt sind es 20 Millionen. Dagegen wirkt München wie ein Dorf mit seinen süßen 1,2 Millionen Einwohnern. Eins habe ich gleich bei der Ankunft in Sao Paulo gelernt: in der Rush Hour Metro zu fahren (auch noch mit Koffer) ist der absolute Wahnsinn. Die anderen 3.000 Menschen hassen dich dafür, dass sie wegen deinem Koffer nicht mehr in die Metro reinpassen. Aber auch ohne Koffer ist es nicht gerade ein Vergnügen. Man fühlt sich wie eine Ölsardine. Getoppt kann das dann nur noch davon werden, wenn ein Paulist (Einwohner von Sao Paulo) sein Deo vergessen hat.

Aber Sao Paulo hat definitiv auch eine sehr schöne Seite: Es gibt bessere Restaurants als in Rio de Janerio, viele Museen (die größte Kunstsammlung Südamerikas), eine Innenstadt die sehr New York ähnelt (wenn da zwischen drin nicht die Palmen wären), wunderbare Skybars um am Abend ein Capirinha mit unglaublichen Ausblick zu trinken, viele Menschen die Englisch sprechen und eine bessere ausgebaute Metro als in Rio de Janeiro (immer noch ein Witz im Vergleich zu deutschen Städten).

Zum ersten Mal während meines Aufenthaltes in Brasilien habe ich einen Deutschen getroffen. Mit ihm bin ich auch dann gleich am ersten Abend mir den Sonnenuntergang auf einem kleinen Hügel im Park anschauen gewesen. Es war traumhaft, viele junge Leute saßen da, haben ein Bier getrunken und sich den schönen Sonnenuntergang angesehen. Anschließend waren wir zusammen Pizza essen. Stephan und ich beim Pizza essenDanach ging es in eines der ältesten und schönsten Hochhäuser von Sao Paulo: ins Edificio Italia. Als wir dort oben angekommen kamen wir aus dem staunen nicht mehr raus: Im Hintergrund spielte entspannte Livemusik, wir hatten einen wahnsinnigen Ausblick über Sao Paulo und natürlich am Ende eine gesalzene Rechnung. Alles hat eben seinen Preis. Aber es war Stephans letzter Abend in Lateinamerika, da konnte es schon mal krachen lassen.

Am nächsten Tag ging es dann mit 2 Mexikanern (die habe ich auch im Hostel kennengelernt) in einen Park (Parque do Ibiraquere). So ähnlich wie der Central Park in New York. Der Park ist ähnlich gigantisch, überall stehen moderne Kunstwerke im freien herum. Auch gibt es hier das MAM Sao Paulo (Modern Art Museum). Da die Mexikaner sehr kunstinteressiert waren, kamen wir nicht drum herum es zu besuchen. Es war nicht allzu groß, aber ansonsten ganz nett. Ich kann somit auch voller Stolz sagen, dass ich etwas für meine Bildung getan habe in Brasilien. Anschließend ging es ab in Richtung Downtown. Hier staunte ich nicht schlecht, es sah echt aus wie New York. Ich persönlich habe Sao Paulo als New York Lateinamerikas getauft. Ich finde der Name passt. Mein persönliches Highlight des Tages war, dass ich von einer sehr hübschen Brasilianerin in der U-Bahn ohne jeglichen Englisch-Kenntnisse nach meinem Facebooknamen/Handynummer gefragt wurde… (Die darauf folgende Story erzähle ich wieder nur beim Bier am Abend – sorry Kinder…)

Mein Fazit nach 2,5 Tagen Sao Paulo: Ich liebe Sao Paulo! Ich könnte mir gut vorstellen hier mal ein paar Jahre zu leben und zu arbeiten. Natürlich ist es auch hier am Abend nicht allzu sicher, aber die Atmosphäre, die Wolkenkratzer einfach alles gefällt mir hier ziemlich gut…

Hier ein paar Impressionen von Sao Paulo:

Sonnenuntergang Sao Paulo

Skybar Edificio Italia

Kunst in Sao Paulo

 

 

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JJ

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