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Finally wieder online!
9. September 2014
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Wie der eine oder ander schon mitbekommen hat, hat der Blog in letzter etwas gesponnen. Jetzt habe ich ihn ein bisschen aufgeräumt und hoffe das er jetzt wieder funktioniert und meine Blogeinträge hochlädt. Vor gut einer Woche hatte ich den letzten Beitrag hochgeladen (“Sao Paulo – ein Erfahungsbericht”), aber es gibt wieder jede Menge zu erzählen…

Ich fange einfach am besten chronologisch bei meinen letzten Tagen in Sao Paulo an. An meinem vorletzten Abend bin ich mit einem Ami auf Kneipentour im Viertel Vila Madalena gegangen. Es war zwar ein Mittwoch, aber von Rio de Janeiro wusste ich, dass die Brasilianer immer auf Achse sind. Nach 1-2 Caipis im Hostel, war der erste Stopp ein typische Studentenbar: viele junge Leute, die draußen standen (es waren auch angenehme 25 Grad) ein paar Bierchen tranken und dann nach und nach Richtung Bett gegangen sind. Da für uns aber der Abend erst angefangen hatte war für uns hier noch lange nicht Schluss. Uns hatte jemand erzählt hat, dass ein paar Samba-Bars auf hatten, also war unser Plan dorthin zu gehen. Ich betone hier schon mal Plan. Nachdem es in Brasilien alles nicht so einfach ist wenn man kein portugisisch kann, hat es ein bisschen gedauert bist wir eine Bar gefunden hatten bei der laute Musik rauskam und auch was los war. Wir freuten uns wie die Schneekönige, wir dachten wir hätten die Sambabar gefunden. Also nichts wie rein, 20 bras.$ Eintritt bezahlt und ein Bier an der Bar geholt. Zu unserer Verteidigung muss man sagen, dass es sehr dunkel war und es dauerte ein Bier, bis wir festgestellt hatten, dass es eigentlich eine Araber-Bar war. Punktlandung, ich mit einem Amerikaner in einer Araber-Bar. Wir einigten uns schnell drauf, dass falls ihn jemand fragen sollte woher er kommt, er ” Deutschland” sagt. Wir wollten auch wieder lebend raus. Nachdem aber ein paar fesche Mädels in der Bar waren, sind wir auf noch ein Bier geblieben. Nach und nach wurde es auch voller und dann fing eine Band an zu spielen. Wir beobachteten das Ganze gespannt. Das erste Lied war so eine Art Eröffnungstanz, bei dem nur eine Dame und Herr tanzte. Das zweite Lied aber, war scheinbar ein Gruppentanz, d.h. jeder nahm sich bei der Hand und tantze einen bestimmten Tanz mit Variationen. Wir waren beide sehr fasziniert. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei. Die Bilder – vor allem unsere Gesichter- wären der Hammer gewesen. Irgendwann waren wir die einzigen 2 die nicht tantzen, also holte uns eine brasilianische Araberin auf die Tanzfläche und zeigte uns zwei Anti-Tanz-talenten den Basisschritt. Dann tantzen wir den Tanz bestimmt für 1-2 Stunden, waren wie im Rausch von den ganzen neuen Eindrücken, der Freundlichkeit und dieser speziellen hypnotisierender Musik. Anschließend -das durfte auch nicht fehlen- gab es noch zwei Bauchtänzerinnen. Danach leerte sich die Bar auch immer mehr, für uns wurde es dann auch Zeit zu gehen. Auf unserem Heimweg sahen wir aber noch eine weiter Bar wo es scheinbar abging. Wir also nichts wie rein. Das brasilianische Publikum hatte sich auch zum Großteil verabschiedet, es waren nur noch an die 20 – 25 Amerikaner da. Der eine oder andere riecht es schon: ja, die Amerikaner kannte sich. Also der, mit dem ich unterwegs war und die Gruppe. Aber woher ist auch wieder interessant: Die Gruppe Amerikaner sind alles Professoren von seiner Universität, an der mein Kneipenkollege studiert. Als amerikanischer Student zecht man ja auch nicht so oft mit seinem Dekan in Sao Paulo. Insgesamt eine so verrückte Nacht, dass es eigentlich gar nicht mehr glaubhaft ist. Aber genau wegen solchen Nächten bzw. Erlebnissen bin ich nach Brasilien geflogen. Wahnsinn.

An meinem letzten (ganzen) Tag war ich nochmal in der Paulista Avenue (Downtown) und im Football Museum. Zum Football Museum kann ich nur so viel sagen: Es war Zeitverschwendung, denn alles war auf portugisisch. Nur ab und zu ein Täfelchen auf Englisch. Da war ich echt enttäuscht. Vor allem, da sie es überall als tolle Touristen-Attraktion bewerben. Schade eigentlich.

Jeden Donnerstagabend gibt es in Sao Paulo, für Touristen organisiert, eine Kneipentour. Das klang doch nach einer guten Möglichkeit den letzten Abend in Sao Paulo zu verbringen. Als bin ich mit einem britischen Pärchen (wiedermal im Hostel kennengelernt – da waren aber auch nur coole Leute…) losgezogen. Am Anfang hat man sich noch bei einer netten Runde Beer-Pong näher kennengelernt bis es dann zur zweiten Kneipe ging. Leider wurde die komplette Kneipe nur für diese Touri-Kneipentour reserviert und wir waren nur 15 Personen. Da haben wir den “Guide” gebeten doch gleich in die nächsten Clubs zu gehen. Er ließ uns dann anhand der Musik-Richtung entscheiden wohin es gehen soll. Wir entschieden uns für Elektro. Was er uns aber nicht gesagt hat ist, dass das eine Schwulen-Diskothek war. Sauber, 15 Touris (leicht angetrunken) in einer Schwulendiskothek. Lang hielten wir es auch nicht aus, wir wollten dann doch die Anderen auch kennenlernen. Also ging es von Funk, zu RocknRoll bis zur Lounge-Disko. Nachdem aber nirgends so richtig was los war, außer in der Schwulen-Diskothek, sind wir wieder in diese. Grundsätzlich hatte keiner was gegen diese und wir wollte auch mal ausprobieren wie die so feiern. Um es nicht allzu in die Länge zu ziehen, es ging gut ab, ich war um 6 Uhr wieder im Hostel, gibt wieder eine Geschichte beim Bier zu erzählen und am Freitag bin ich wieder zurück nach Rio de Janeiro.

Am Wochende selber musste ich mich erstmal von Sao Paulo erholen, habe dann nur am Strand gelegen und aus Kokosnüsse getrunken. Sonntagabend war ich dann noch auf einer Geburtstagsfeier von der Schwester von Gabriel (dem Ehemmann von Marianna(der Schwester von Luiza)). War sehr nett, gab gutes Essen, guten Wein und ich als Deutscher war natürlich das Highlight. (Eh klar!) Am Montag bin ich dann mit einem Bus nach Campos gefahren, um Luiza zu besuchen. Sie arbeitet für eine dort ansäßige Pharmafirma. Im Reiseführer habe ich nichts über den Ort Campos herausgefunden. Mitlerweile weiß ich auch warum: es gibt neben einer 1 Km langen Einkaufsstraße auch nichts zu sehen. Ich würde es die Stadt mit Ingoldstadt vergleichen, nur mit gar keiner Kultur und Altstadt. Aber morgen und übermorgen geht es nach Buzios. Eine schöne Hafenstadt, mit Strand und guten Restaurants.

Leider gibt es heute kein Foto, werde aber wieder mehr Fotos machen.

Stay tuned, ab jetzt wieder regelmäßig…

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JJ

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